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SMS - eine Kurzmitteilung revolutioniert die Kommunikation
Wenn
man in die jüngere Vergangenheit zurück schaut, dann haben
sich im Bereich der Kommunikation zwei wesentliche Technologien besonders
stark entwickelt, nämlich die Erfindung der HTML-Sprache mit den
Hyperlinks durch den Briten Tim Berners Lee und die Erfindung und die
Entwicklung der so genannten Short Message durch verschiedene Entwickler
wie Friedhelm Hillebrand (Bundespost), Bernard Ghillebaert (France Telecom),
Finn Trosby (Telenor), Kevin Holly (Cellnet) oder Ian Harris (Vodafone).
Während Tim Berners Lee die HTML-Sprache mit den Hyperlinks mehr
oder weniger für sich entwickelt hatte, waren bei den so genannten
Short Messages bereits 1984 durch die damals namhaftesten Telekommunikationsgesellschaften
Überlegungen angestellt worden, einen globalen Textnachrichtendienst
einrichten zu wollen. In den verschiedenen Konzernen wurde geforscht und
entwickelt, die hierfür notwendigen Standards wurden 1989 verabschiedet,
doch erst im Jahre 1992 kam die erste "Short Message Service"
(SMS) im Hause Vodafone (Großbritannien) von einem PC zu einem Mobilfunk-Telefon.
Die Kurzmitteilungen (SMS) nutzen einen so genannten "Signalisierungs-Kanal"
im GSM-Netz, also das Mobilfunk-Netz, das vom Standard her in rund 80
Prozent aller Länder weltweit genutzt wird. Eine Kurzmitteilung
kann insgesamt 160 Zeichen aufnehmen, wobei etwa 20 Zeichen für
Header-Informationen in Anspruch genommen werden und etwa 140 Zeichen
für den Nutzer ausgeschöpft werden können.
Die GSM-Mobilfunk-Netze der C-Netze wurden ebenfalls Anfang der 1990er
Jahre entwickelt, doch die Nutzung der Mobilfunktelefone war damals
noch sehr teuer und die Mobilfunktelefone hatten damals noch die Form
von klobigen Briketts. Erst nach und nach wurden handliche Kleingeräte
entwickelt; das Handy war geboren. Nach und nach wurden die Handys auch
für den Endverbraucher bezahlbar. Man kann sagen, Anfang des neuen
Jahrtausends explodierten geradezu die Anzahl der Handy-Nutzer und somit
auch die Anzahl der übermittelten Kurzmitteilungen.
So wurden in Deutschland, im Jahre 2003 bereits mehr als 25 Milliarden
SMS verschickt. Im Jahr 2003 wurden in Europa über 16 Milliarden
SMS pro Monat versendet, die teilweise auch über ISP
Tarife realisiert werden. Im Jahre 2008 waren es in Deutschland
bereits mehr als 29 Milliarden SMS; im Jahre 2009 mehr als 30 Milliarden
SMS und die Beliebtheit der kleinen Kurzmitteilungen steigt stetig an.
Besonders die jüngere Generation ist am "Simsen" wie
die Weltmeister.
Kurzmitteilungen werden aber nicht nur für Spaßbotschaften
genutzt sondern haben durchaus auch ernste Inhalte aus den jeweilig
aktuellen Themenproblematiken unserer Gesellschaft. In Zeiten größerer
Wirtschaftskrisen finden sich in den Kurzmitteilungen vermehrt Web-URLs
für Jobs oder auch in Hinblick auf die Altersstruktur in Deutschland
interessante Beiträge auf speziellen Web-Portalen wie beispielsweise
dem Pflegeagentur24
Blog, ein Web-Portal für Senioren und altersbedingte Krankheitsbilder.
Migranten aus Schwellenländern nutzen regelmäßig Kurzmitteilungen,
um ihren Verwandten
zuhause Gelder zu überweisen. Alleine von den philippinischen
Arbeitsmigranten würden monatlich mehr als 50 Millionen US-Dollar
per SMS an ihr Heimatland geschickt werden, titelte Spiegel-Online bereits
Ende 2006 und beruft sich dabei auf eine Marktstudie von "Pyramid
Research" und der US-Zeitung "Mercury News". Auch das
Bezahlwesen in vielen afrikanischen Ländern funktioniert bei der
einfachen Bevölkerung überwiegend nur übers Handy bzw.
Kurzmitteilungen. Dabei werden Geldtransfers auf und von Prepaid-Konten
getätigt, die über ein riesiges Netz von Annahme und Verkaufsstellen
(von der Tankstelle bis hin zum Fahrradladen) eingelöst werden
können. Autorisiert werden solche Geschäfte durch die Mobilfunk-Anbieter.
Zu besonderen Stichtagen wie Silvester, Weihnachten, Ostern allerdings
sind Spaßbotschaften angesagt. An solchen Tagen brechen regelmäßig
die Vermittlungsdienste unter der Last der Kurzmitteilungen zusammen.
Lagen die Kosten für Kurzmitteilungen Anfang der 2000er Jahre noch
bei rund 40 Cent/SMS, so liegen sie heute bei durchschnittlich 6 bis
9 Cent / SMS (Stand 2010).
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